Was ist der Unterschied zwischen einer A-Conto-Zahlung und einer Abschlagszahlung?

Klären wir zunächst die Begrifflichkeiten.

Was ist eine A-Conto-Zahlung?

Unter A-Conto-Zahlung versteht man Vorschüsse, die vom Lieferanten oder Dienstleister in Rechnung gestellt werden.
Diese Vorschüsse fließen für zukünftige Leistungen.

Das heißt:
Eine Leistung und damit die Rechnung des Lieferanten oder Dienstleisters wird bezahlt, bevor sie in Anspruch genommen wird.

Normalerweise muss man, um den Vorsteuerabzug geltend machen zu können, die Leistung bereits erhalten haben.

Das bedeutet, dass eine A-Conto-Zahlung einen Sonderfall darstellt, weil der Lieferant oder Dienstleister die Umsatzsteuer bereits abführt, wenn er das Geld erhalten hat und der Leistungsempfänger die Vorsteuer bereits ziehen kann, wenn er gezahlt hat. 

Folgende Varianten sind bei der Umsatzsteuer für den Lieferanten oder Dienstleister zu unterscheiden:

Soll-Versteuerung

Bei der Soll-Versteuerung wird die Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt, egal ob die Rechnung bezahlt ist, oder nicht.

Ist-Versteuerung

Bei der Ist-Versteuerung wird die Umsatzsteuer erst dann abgeführt, wenn das Geld eingegangen ist.

Erhält der Kunde oder Mandant eine Schlussrechnung, dann wird die A-Conto-Zahlung brutto bei der Schlussrechnungssumme in Abzug gebracht und die darin enthaltene Umsatzsteuer offen ausgewiesen.


Was ist eine Abschlagszahlung?


Abschlagszahlungen sind zum Beispiel in Handwerksunternehmen üblich, insbesondere beim Hausbau. Der Handwerker stellt für das geleistete Gewerk und je nach Baufortschritt eine Abschlagszahlung in Rechnung zuzüglich der Umsatzsteuer. Errichtet ein Bauunternehmen beispielsweise ein Fundament, wird die Zahlung als erste Abschlagszahlung fällig.

Bei der Schlussrechnung für alle ausgeführten Gewerke des einen Bauunternehmens, wenn also sowohl Fundament als auch die weiteren Stockwerke, das Dach, Innen- und Außenverputz etc. fertiggestellt sind, werden die bereits bezahlten Abschlagszahlungen brutto in Abzug gebracht.

Die jeweilige Umsatzsteuer ist im Rahmen der Soll-Versteuerung zur Zahlung fällig, im Rahmen der Ist-Versteuerung jedoch erst bei Erhalt der Zahlung.

Wird ein Geschäftshaus für Sie erbaut, liegt ein Sonderfall vor, daher sollten Sie sich bezüglich des Vorsteuerabzuges unbedingt mit Ihrem Steuerberater besprechen.

Wenn Sie hierzu Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Wenn Sie uns kennenlernen möchten, nutzen Sie unser unverbindliches Erstgespräch.

 

Beste Grüße

Ingo Sierck

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