Sie halten Ihren Steuerbescheid in den Händen und er ist offensichtlich falsch? Keine Panik! Sie müssen den eingegangenen Steuerbescheid nicht so hinnehmen, sondern haben natürlich die Möglichkeit Einspruch zu erheben.

Bis innerhalb eines Monats ist der Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid grundsätzlich möglich. Über die Möglichkeit des Einspruchs können Sie beantragen, dass der Steuerbescheid nach Ihren Vorstellungen geändert wird.

Auch über diese Frist hinaus sind noch Änderungen möglich, allerdings ist der Vorgang sehr komplex. Sie sollten sich hier gut beraten lassen und die Hilfe Ihres Steuerberaters in Anspruch nehmen. Gerne können Sie sich zu deinem Thema auch an uns wenden!

Wenn sich Grundlagenbescheid und Folgebescheid splitten, wird es kompliziert.
Nehmen wir das Beispiel einer Beteiligung an einer GbR. Der Gewinnanteil wurde im Einkommenssteuerbescheid in falscher Höhe berücksichtigt. Nun muss aber nicht gegen den Einkommenssteuerbescheid Einspruch einlegt werden, sondern gegen den Gewinnfeststellungsbescheid.

Falscher Steuerbescheid: Durch gute Beratung Fallstricke vermeiden

Grundsätzlich ist es schwierig, Einspruch gegen einen falschen Steuerbescheid im Alleingang einzulegen. Gerade im unternehmerischen Kontext kann es sich hier schnell um hohe Summen handeln. Ihr Steuerberater kennt die Fallstricke und weiß um die Vorgänge und Handlungsspielräume Bescheid. Auch wenn das zunächst eine Investition von ihnen fordert – diese Investition ist in fast allen Fällen gut angelegtes Geld.

 

Falscher Steuerbescheid zu Ihren Gunsten: Das müssen Sie jetzt tun

Wie sieht ein falscher Steuerbescheid zu Ihren Gunsten aus? Nehmen wir ein Beispiel:
Sie haben keine Beteiligungen, sind aber der Geschäftsführer einer GmbH. Sie bezahlen sich selbst ein Geschäftsführergehalt. Ihre Werbungskosten (Kosten, die im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer stehen) bringen Sie in Abzug. Die von Ihnen veranschlagten 100 Tage mit mehr als 8 Stunden Abwesenheit, hat das Finanzamt auf 200 Tage abgeändert.
Dadurch ist Ihre Steuererstattung höher als gedacht.

Sind Sie nun verpflichtet das Finanzamt auf diesen Fehler hinzuweisen? Nein, es gehört nicht zu Ihren Pflichten, die Fehler des Finanzamtes richtig zu stellen!

Allerdings empfehle ich Ihnen dringend, das Geld dennoch auf die Seite zu legen. Das Finanzamt hat unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, den Bescheid zu ändern. Besprechen Sie diesen Fall unbedingt mit Ihrem Steuerberater – gerade, wenn es sich um hohe Summen handelt.

Falscher Steuerbescheid: Einspruchsfrist verlängern?

Die Einspruchsfrist lässt sich unter Umständen über den einen Monat hinaus verlängern. Liegt in Ihrem Fall ein „Vorbehalt der Nachprüfung“ vor, ist dies eine Möglichkeit. Prüfen Sie Ihren Steuerbescheid, ob er den Satz „Dieser Bescheid ist unter Vorbehalt der Nachprüfung, lt. §164 AO“ enthält. Dann nämlich ist der Steuerbescheid auch außerhalb der Frist zu Ihren Gunsten oder zu Ihren Ungunsten abänderbar.

Gerade dann, wenn das Finanzamt die Veranlagung auf die Schnelle gemacht hat, behält es sich vor, im Nachhinein den Sachverhalt nochmal genauer anzusehen.

Grundsätzlich gilt: Ist Ihnen der Steuerbescheid zugegangen, kann dieser nur wenn bestimmten Voraussetzungen erfüllt sind, abgeändert werden.

 

Wenn Sie hierzu Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Wenn Sie uns kennenlernen möchten, nutzen Sie unser unverbindliches Erstgespräch.

 

Beste Grüße
Ingo Sierck

Wir sind die Baumann Steuerberatungsgesellschaft mbH.

Unser Unternehmenssitz ist in Düsseldorf und Duisburg.

Als Ihr Online Steuerberater arbeiten wir auch ortsunabhängig. Wir stehen für erstklassige Beratung – von der umfassenden Finanzbuchführung und Lohnabrechnung bis hin zu Empfehlungen und Simulationen rund um betriebswirtschaftliche Fragen.

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